zu meiner person

Ich heisse Arno Sulser und bin am 2.1.1953 in Scuol geboren, in Strada aufgewachsen und war in Basel und im Engadin als Lehrer tätig. Seit 6 Jahren lebe ich wieder in Strada. Unterwegs und auf Reisen habe ich oft die Kamera zur Hand. Je nach Absicht kann dies eine winzige Kompaktkamera sein oder auch schweres Geschütz.

Das Gleichgewicht zwischen einem Motiv und dessen Reduktion zu einem Detail zu finden, ist für mich eine von vielen Faszinationen des Fotografierens. Indem ich das Motiv ziehen lasse, entsteht eine neue Komposition. Die Schwarzweissfotografie ist meiner Meinung nach für diese Art der Bildgestaltung geradezu prädestiniert. Die verschiedenen Grautöne, einschliesslich des Schwarz und Weiss, wirkungsvoll zu inszenieren und mit Formen, Kontrasten und Konturen aussagekräftig zu arbeiten, ist und bleibt für mich eine grossartige Herausforderung.

Als Junge war ich von der legendären Rolleiflex meines Vaters begeistert; eine zweiäugige Spiegelreflexkamera mit vielen Einstellrädern für die vollständige mechanische Steuerung. Manchmal liess er uns Kinder damit fotografieren und danach den Film mit der Kurbel vorsichtig weiterdrehen, bis die folgende Nummer im Kästchen erschien. Dies war sicher der Auslöser für mein späteres Interesse am Fotografieren. Mit dem ersten Lohn kaufte ich eine Spiegelreflexkamera mit wechselbaren Objektiven. Von diesem Zeitpunkt an wurde das Fotografieren eines meiner bevorzugten Freizeitbeschäftigungen. Damals kosteten auch die misslungenen Fotos eine Stange Geld, heutzutage nur noch einen Klick. Um die Qualität meiner Bilder zu verbessern, gab es nur die Möglichkeit, die Handhabung der Kamera zu perfektionieren und das Auge für Motiv und Licht zu sensibilisieren. 

Wenn ich auch noch an die Stunden in der Dunkelkammer denke, als die weisse Oberfläche des Fotopapiers im Entwicklerbad anfing Konturen zu bilden, werde ich sentimental und schliesse die Möglichkeit nicht aus, das eine oder andere Projekt wieder in alter Manier aufzuziehen. 

Gegenwärtig mache ich auch von der digitalen Technik Gebrauch und bin immer wieder beeindruckt von den Möglichkeiten, die diese Technik bietet; inklusive Photoshop. Sorgen bereitet mir hingegen das sinnlose Geknipse und die Selfiemanie, um täglich die sozialen Medien mit Millionen von neuen Fotos zu füttern, dabei kommt mir ein Zitat von Henri Cartier Bresson in den Sinn: 

«Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.»